Gerhard Thiele
Wissenschaftsastronaut, Nutzlastspezialist, Missionsspezialist und Shuttle Capsule Communicator der NASA. Die Karriere von Gerhard Thiele ist von einigen Highlights geprägt.
Wissenschaftsastronaut, Nutzlastspezialist, Missionsspezialist und Shuttle Capsule Communicator der NASA. Die Karriere von Gerhard Thiele ist von einigen Highlights geprägt.
Der am 18. Dezember 1956 in Mönchengladbach geborene Reinhold Ewald studierte Physik an der Universität zu Köln. Sein Studium schloss er 1983 ab und promovierte 1986. Schon im Rahmen seiner Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFL) von 1983 bis 1987 machte Ewald einen Schritt in Richtung Himmel: Sein Forschungsschwerpunkt lag auf der Beobachtung und Analyse der Dynamik des Zustandes interstellarer Molekülwolken, die als Geburtsstätte neuer Sterne gesehen werden.
Schon als Kind war der am 23. Mai 1958 geborene Thomas Reiter fasziniert vom Weltall und hatte einen klaren Berufswunsch: Astronaut. Dies erschien zu der damaligen Zeit jedoch noch unrealistisch – Raumflüge wurden von den Amerikanern und Russen absolviert, ein Deutscher war noch nicht darunter gewesen.
Am 26. April 1993 flog Hans Schlegel im Rahmen der zweiten deutschen Spacelab-Mission (D2) als fünfter deutscher Astronaut in den Weltraum. Mit an Bord waren neben dem Deutschen Ulrich Walter noch fünf amerikanische Astronauten. Die multidisziplinäre Mission umfasste 88 Experimente auf den Gebieten Material- und Lebenswissenschaften, Technologie, Automatisierung, Robotik sowie Erd- und Weltraumbeobachtung. Insgesamt hatten elf Nationen Anteil an den durchgeführten Experimenten.
Ulrich Walter wurde am 9. Februar 1954 in Iserlohn geboren. Nach dem Abitur und seinem Wehrdienst nahm er 1974 das Studium der Physik an der Universität Köln auf und machte dort 1980 sein Diplom in experimenteller Physik. Hier setzte er auch seine wissenschaftliche Karriere fort: Fünf Jahre später erlangte er den Doktorgrad im Bereich Festkörperphysik. Im Anschluss zog es ihn in die Staaten an das Argonne National Laboratory (ANL) in Chicago, bevor er 1986 an die University of California nach Berkeley ging.
Klaus-Dietrich Flade wurde am 23. August 1952 in Büdesheim nahe Frankfurt am Main geboren. Von 1974 bis 1976 absolvierte er eine militärische Offiziersausbildung und Ausbildung als Flugzeugmechaniker. Im Anschluss nahm er sein Studium der Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität der Bundeswehr in München auf.
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„Ich flieg da mit“, soll Reinhard Furrer gesagt haben, bevor er sich 1978 als Wissenschaftsastronaut bei der damaligen Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DFVLR, heute DLR) für die erste deutsche Spacelab-Mission, die gemeinsam mit der NASA durchgeführt werden sollte, bewarb. Er behielt Recht: 699 Konkurrenten ließ der gebürtige Österreicher hinter sich, obwohl er als Junggeselle schlechtere Karten als seine Mitbewerber hatte. Die Amerikaner bevorzugten Familienväter für ihre Missionen, da diese als ausgeglichener galten.
Als am 30. Oktober 1985 das Spaceshuttle Challenger ins Weltall aufbrach, befanden sich auch zwei Deutsche an Bord: Ernst Messerschmid und Reinhard Furrer. Die D1-Mission war die erste Spacelab-Mission mit deutschem Missionsmanagement und Verantwortlichkeit. Die gesamte Nutzlast wurde vom Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DFVLR, heute DLR) in Oberpfaffenhofen bei München zum ersten Mal außerhalb der NASA-Zentren kontrolliert. D1 war 1985 eine multidisziplinäre Mission mit 76 Experimenten in den Bereichen Material- und Lebenswissenschaften, Navigation, Kommunikation und Technologie.
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Ulf Merbold kann auf 55 Tage im Weltall bei insgesamt drei Missionen zurückblicken. Als er am 28. November 1983 an Bord der Raumfähre Columbia vom Kennedy Space Center abhob, war er der erste Ausländer überhaupt, der mit einem amerikanischen Space Shuttle ins All flog. Im Rahmen dieser amerikanischen Mission STS-9 flogen neben Merbold noch fünf weitere Personen für zehn Tage in den Orbit. Diese bemannte Raumfahrt Mission stellte auch für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine Premiere dar: Das Deutsche Raumfahrt-Kontrollzentrum (GSOC) des DLR in Oberpfaffenhofen führte zum ersten Mal erfolgreich eine bemannte Raumfahrtmission durch.
Am 26. August 1978 brach der DDR-Bürger Sigmund Jähn als erster Deutscher ins All auf. Zusammen mit seinem sowjetischen Kommandanten Valerij Bykowski flog er mit dem Raumschiff Sojus-31 zur sowjetischen Orbitalstation Saljut-6 und führte dort zahlreiche wissenschaftliche Experimente durch. Mit seinem achttägigen Flug, bei dem Jähn 125mal die Erde umrundete und sie dabei mit der deutschen Kamera MKF-6m erforschte, ist er in Ost und West schlagartig bekannt geworden. Jähn kehrte am 3. September 1978 mit der Rückkehrkapsel Sojus-29 zur Erde zurück.