Erde & Klima

Die Beobachtung der Erde und ihrer Ökosysteme aus dem All ist eine der wichtigsten Aufgaben der Raumfahrt. Satelliten liefern kontinuierlich und zuverlässig große Datenmengen, etwa über die Konzentrationen von Treibhaus- und Spurengasen, die Wolkenbedeckung, Ozean- und Landoberflächentemperaturen. Nur über diese breite Datenerfassung können zuverlässige Wettervorhersagen und Klimamodelle erstellt, die Atmosphäre und Klima weltweit rund um die Uhr überwacht und so Veränderungen von Landoberflächen, Meeren und Atmosphäre erkannt und Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Klima entwickelt werden. So liefert die satellitengestützte Erdbeobachtung Entscheidungsgrundlagen für internationale Verträge, wie etwa zum Schutz der Ozonschicht oder zum Kampf gegen die Erderwärmung. Außerdem hilft sie, die Einhaltung solcher Verträge zu überwachen. Die Informationen helfen außerdem dabei, die Mechanismen des fortschreitenden Klimawandels zu verstehen.

BIOMASS

Wälder bedecken mit 40,6 Millionen Quadratkilometern knapp ein Drittel der eisfreien Landfläche unserer Erde. Sie versorgen die Atmosphäre mit frischem Sauerstoff und werden daher auch die „grüne Lunge“ unseres Planeten genannt. Wie gesund ist dieses überlebenswichtige „Organ“ unserer Erde? Kann es uns weiterhin ausreichend mit frischer Luft versorgen, so dass das Ökosystem Erde funktionsfähig bleibt? Um diese Fragen zu beantworten, muss vor allem bestimmt werden, wie groß das „Lungenvolumen“ unserer Wälder ist. Diese Aufgabe übernimmt die Mission Biomass, die am 29. April 2025 mit einer Vega-C Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana gestartet ist. 
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Copernicus

Um Entscheidungen treffen zu können, benötigen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dauerhaft verlässliche und aktuelle Informationen. Solche Informationen auf Basis von Erdbeobachtungsdaten bereitzustellen ist das Ziel von Copernicus, dem Erdbeobachtungsprogramm der Europäischen Union (EU), das sie in Partnerschaft mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) umsetzt.
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EnMAP

Das Hauptziel der Hyperspektral-Satellitenmission EnMAP (Environmental Mapping Analysis Program) ist es, einen weiten Bereich des Ökosystems auf der Landoberfläche der Erde zu untersuchen. Das Hyperspektralinstrument registriert die von der Erde reflektierte Sonnenstrahlung vom sichtbaren Licht bis zum kurzwelligen Infrarot. Diese Messungen ermöglichen den Forschenden präzise Aussagen über Zustand und Veränderungen der Erdoberfläche. Der Satellit ist am 1. April 2022 an Bord einer Falcon-9-Rakete des US-amerikanischen Raumfahrtkonzerns SpaceX von Cape Canaveral in Florida ins All gestartet. Die Mission ist auf mindestens fünf Jahre ausgelegt.
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TerraSAR-X/TanDEM-X

Die TanDEM-X-Mission (TerraSAR-X add-on for Digital Elevation Measurement) basiert auf zwei nahezu identischen Erdbeobachtungssatelliten: TerraSAR-X und TanDEM-X. Beide sind mit einem modernen, leistungsfähigen Radarsystem, dem Synthetic Aperture Radar (SAR), ausgestattet. Mit diesem kann die Erde nicht nur bei Tageslicht, sondern auch bei Nacht und Wolkenbedeckung beobachtet werden.
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